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Amtliche Bekanntmachung

Vorhabenbezogener Bebauungsplan und Örtliche Bauvorschriften „K15“, Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 BauGB

Der Gemeinderat der Stadt Burladingen hat in seiner öffentlichen Sitzung am 19.05.2022 den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „K15“ und die dazugehörigen örtlichen Bauvorschriften gebilligt und beschlossen, für diese die Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) durchzuführen.

Bebauungsplanentwurf „K15“ Burladingen-Ringingen, Büro Fritz und Grossmann Umweltplanung, Balingen, vom 19.05.2022

Die zur Bebauung vorgesehene Fläche befindet sich am südöstlichen Ortsrand des Stadtteils Ringingen.
Der ca. 0,86 ha große Geltungsbereich umfasst vollständig die Flurstücke Nr. 4101 und 4099 sowie teilweise die Flurstücke Nr. 4104 (Kirchgasse) und 4104/2.
Das Plangebiet wird im Norden durch die bebauten Grundstücke Flst. Nr. 4092, 4093, 4094 und 4095 begrenzt. Im Osten liegt das Plangebiet angrenzend an ein teilweise als Grünfläche angelegtes Grundstück Flst. Nr. 4256. Im Süden umfasst das Plangebiet teilweise das bebaute Grundstück Flst. Nr. 4102, welches weiter südlich an die Grundstücke Flst. Nr. 4270 (Fläche mit dichten Gehölzstrukturen), 4271 (Wiese mit Zufahrt zum Haus) und 4112 (Gebäude und dichte Gehölzbestände) angrenzt. Westlich des Plangebiets sind die Grundstücke Flst. Nr. 4104 und 4096 (Straße „Kirchgasse“) sowie die bebauten Grundstücke Flst. Nr. 4098 (Einzelhaus) und 4097 (Kirche) vorzufinden.
Für den Planbereich ist der Lageplan-Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans vom 19.05.2022 maßgebend. Dieser ergibt sich aus dem Kartenausschnitt:

Ziele und Zwecke der Planung
Die Stadt Burladingen beabsichtigt mit der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungs-plans “K15“ am südöstlichen Ortsrand des Stadtteils Ringingen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung eines Bauvorhabens zu schaffen, welches sich als innovativ, nachhaltig und ökologisch darstellt, indem es sinnvoll und flächenschonend Wohnen sowie Arbeiten miteinander verbindet.
Hierfür ist die Ausweisung eines ca. 0,86 ha großen Mischgebiets gemäß § 6 BauNVO vorgesehen. Allerdings ist davon die überbaute Fläche untergeordnet.
Ziel und Zweck des geplanten Vorhabens ist es, auf Grundstücken der Karl-Josef Rupp Bau-unternehmung GmbH Flst. Nr. 4099, 4101 den mittelständischen Betrieb zukunftsfest zu sichern, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten und konzeptionell verbunden, Wohngebäude mit einer gewerblichen Nutzung in Form einer Lagerhalle im Erdgeschoss zu errichten. Zudem ist nördlich ein Lagerplatz vorgesehen, auf dem Firmenerzeugnisse, Baustoffe und Geräte gelagert werden sollen. Um dem Mischgebiet Ordnung und Struktur zu verleihen, sind als Einfassung um den Lagerplatz aufgegliederte Sichtschutzwandscheiben vorgesehen, die in Verbindung mit der geplanten Eingrünung eine optisch gefällige Trennung zu den angrenzenden Siedlungsflächen und der offenen Landschaft darstellen.
Das Besondere an diesem Bauvorhaben sind die ökologischen und baulich zukunftsweisenden sowie klimatischen Aspekte zu berücksichtigen:
• keine fossilen Brennstoffe zur Beheizung
• optimale Ausschöpfung der Sonnenenergie durch erhebliche energiegenerierende Flächen
• Geringer Flächenverbrauch und sparsame Umgang mit Grund und Boden. So soll u.a. ein Teil der geplanten Lagerhalle unterirdisch errichtet werden, um oberirdisch eine Wohnbebauung inklusive Grünflächen anzulegen und dadurch einen harmonischen Übergang in die Landschaft zu schaffen. Das geplante Vorhaben wird durch die topographischen Gegebenheiten begünstigt, sodass kein erheblicher Eingriff in das Landschaftsbild erforderlich ist.
• Gute Durchgrünung und Ausgleiche für den Artenschutz
Insgesamt wird ein ausreichend großer Raum geschaffen, um die Entwicklung der Bauunternehmung für die nächsten 20 Jahre am Standort zu sichern. Die Firma ist ein mittelständisches Unternehmen aus der Region und sichert Arbeitsplätze. Neben dem Firmensitz der Karl Josef Rupp Bauunternehmung GmbH sollen zudem die Einzelunternehmungen ARCHITEKTUR-ring, der BAUWERK-ring sowie der TRAGWERK-ring auf den Grundstücken untergebracht werden.
Die Erschließung ist über die Straße „Kirchgasse“ gesichert. Es sind keine erheblich störenden Emissionen von den geplanten Nutzungen zu erwarten. Das Vorhaben fügt sich durch die festgelegten Baugrenzen und die gestalterischen Vorgaben in die vorhandene Umgebung gut ein.
Im Grundsatz handelt es sich um eine Weiterentwicklung des seit fast 25 Jahren bestehenden Baubetriebes, der sich störungsarm in der Vergangenheit innerhalb der Dorfgemeinschaft eingebunden hat. Die Neukonzeption verbessert die aktuelle Situation nochmals deutlich.
Die bestehende Bebauung im Stadtteil Ringingen wird durch diese Planung arrondiert. Das Vorhaben schafft keine „Spornbildung“ in die freie Landschaft auch nicht in der Zukunft. Über-regionale Grünzäsuren bleiben bestehen.
Die Planung wird von der Stadt Burladingen als Vorzeigeobjekt begrüßt.
Flächennutzungsplan
Der wirksame Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Burladingen stellt das Plangebiet als gemischte Baufläche und als Grünland dar.
Bebauungspläne sind aus dem verbindlichen Flächennutzungsplan zu entwickeln. Da das Plangebiet im Flächennutzungsplan nur zum Teil als gemischte Baufläche dargestellt ist, muss der Flächennutzungsplan im Parallelverfahren nach § 8 Abs. 3 BauGB geändert werden.
Für die punktuelle Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Burladingen im Bereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „K15“ wurde bereits eine frühzeitige Beteiligung nach §4 Abs. 1 BauGB durchgeführt.

Berücksichtigung der Umweltbelange
Die Ergebnisse der Umweltprüfung einschließlich der Eingriffs- und Ausgleichsbilanz, die Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung sind als Bestandteil des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes dem Anhang beigefügt.

Öffentlichkeitsbeteiligung
Der Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „K15“ in Plan und Text mit dazugehörigen örtlichen Bauvorschriften, der Begründung und dem Vorhaben- und Erschließungsplan, dem Umweltbericht mit Bestand- und Maßnahmenplan, der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) sowie der Abwägungstabelle mit Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung wird nach § 3 Abs. 2 BauGB in der Zeit
von Freitag, 03. 06. 2022 bis einschließlich Montag, 04. 07. 2022
im Internet unter www.burladingen.de Startseite > Stadtinformation > Aktuelles / News veröffentlicht.
Im gleichen Zeitraum werden die vorgenannten Unterlagen beim Stadtbauamt Burladingen, Hauptstraße 49, 72393 Burladingen öffentlich ausgelegt.
Eine Einsichtnahme in die Unterlagen ist während der allgemeinen Öffnungszeiten des Stadtbauamtes möglich, dabei wird Gelegenheit zur Äußerung und zur Erörterung der Planung gegeben.
(Hinweis: Die allgemeinen Öffnungszeiten sind in der Regel von Montag bis Donnerstag von 8:00 Uhr bis 11:30 Uhr, Freitag von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und zusätzlich Donnerstag von 14:00 bis 18:00 Uhr).
Während der oben genannten Frist können Stellungnahmen abgegeben werden. Dazu bietet sich u.a. die Möglichkeit, während der Auslegungsfrist die Stellungnahmen im Stadtbauamt der Stadt Burladingen schriftlich oder mündlich zur Niederschrift vorzubringen oder per E-Mail (m.mayer@burladingen.de) oder per Briefpost (Stadtbauamt Burladingen, Hauptstraße 49, 72393 Burladingen) einzureichen.
Es wird darauf hingewiesen, dass gemäß § 4a Abs. 6 BauGB die nicht fristgerecht abgegebenen Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben können, sofern die Gemeinde deren Inhalt nicht kannte und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit des Bauleitplans nicht von Bedeutung ist. Anregungen werden auf jeden Fall entgegengenommen, auch wenn sie dieser Anforderung nicht entsprechen.
Folgende wesentliche Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar und können während der Auslegungszeit eingesehen werden:
• UMWELTBERICHT MIT BESTANDS- UND MAßNAHMENPLAN vom 16.05.2022 mit Informationen zu den Auswirkungen auf die Schutzgüter Tiere und Pflanzen (insbesondere die Auswirkungen auf deren Lebensraum, Biotope, Biotopverbund), Boden (insbesondere die Auswirkungen der Flächenversiegelung, Bodenverdichtungen, Einträge bodengefährdender Stoffe), Wasser (Auswirkungen auf Grund- und Oberflächenwasser), Klima/Luft (Auswirkungen auf die Kaltluft- und Frischluftproduktion), Landschaft und Landschaftsbild (die Auswirkungen über die Beeinträchtigung als Folge des Vorhabens), Fläche (die Auswirkungen des Flächenverbrauchs im Innenbereich), Mensch (insbesondere Wohn- und Erholungsfunktionen) und die Auswirkungen auf Kultur und sonstige Sachgüter.
• SPEZIELLE ARTENSCHUTZRECHTLICHE PRÜFUNG (SAP) vom 16.05.2022 mit Informationen zu den Auswirkungen auf Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie, insbesondere den betroffenen Vogelarten und den Verbotstatbeständen nach § 44 Abs. 1 bis 3 i.V.m. Abs. 5 BNatSchG.
Folgende wesentliche umweltrelevante Stellungnahmen sind zum Vorentwurf eingegangen und können ebenfalls während der Auslegungszeit eingesehen werden:
• LANDESAMT FÜR GEOLOGIE, ROHSTOFFE UND BERGBAU IM REGIERUNGSPRÄSIDIUM FREIBURG zu dem Belang des Grundwassers (die Lage des Plangebiets im Wasserschutzgebiet Langer Brunnen/ Mühlhaldenquelle, WSG-Zone III)
• LANDRATSAMT ZOLLERNALBKREIS zu dem Belange Denkmal- und Naturschutz (die Beeinträchtigung des Naturgenusses und des Landschaftsbildes sowie eine nachhaltige Beeinträchtigung des naturnah geprägten nördlichen Ortsrands durch die Gebäude und die Lagerfläche), zu dem Belang spezifische Artenschutz (Erforderlichkeit zur Erstellung einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) und eines Umweltberichts mit Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung)
• LANDESAMT FÜR DENKMALPFLEGE zu den Belangen des Orts- und Landschaftsbildes (insbesondere hinsichtlich der erheblichen Beeinträchtigung der geschützten Umgebung des Kirchturmes der katholischen Pfarrkirche St. Martin, Kulturdenkmal gemäß §2 DSchG) und des Bodens (Archäologie)
Es wird weiter darauf hingewiesen, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten auf der Grundlage des § 3 BauGB in Verbindung mit Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe e der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) und dem Landesdatenschutzgesetz erfolgt. Sofern die Stellungnahme ohne Absenderangaben abgegeben werden, ergeht keine persönliche Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung.

Burladingen, den 25.05.2022

Davide Licht
Bürgermeister

Alle Unterlagen des Planungsbüros erhalten Sie hier.

 
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