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Bürgermeister Harry Ebert verabschiedet sich in den Ruhestand

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
mit dem Monat Mai endet am kommenden Sonntag auch meine Amtszeit als Bürgermeister.
Über 21 Jahre durfte ich in Burladingen Bürgermeister sein, ich wurde insgesamt dreimal gewählt, dafür bin ich dankbar. Ich denke, dass wir in dieser Zeit viel für unsere Stadt zu Wege gebracht haben und Burladingen beruhigt in eine gute Zukunft blicken kann.

Fast alle Sport- und Festhallen sind renoviert. Mit dem Bahnhofsgebäude und der Sporthalle Burladingen, dem Bürgerhaus Hörschwag und, im Prinzip, wenn man den Sanierungsumfang betrachtet, sogar mit der Stadthalle und der Festhalle Ringingen, haben wir neue Hallen geschaffen und können den Vereinen und Bürgern unserer Stadt dadurch adäquate Veranstaltungsräume bieten.

Anfangs der 2000er Jahre haben wir Millionen in die Renovierung unserer Schulgebäude investiert. Allein rund 13 Millionen Euro sind in dieser Zeit in die Kanalsanierungen geflossen, teilweise mit 80 Prozent Zuschüssen. Davon profitieren wir noch heute. Das alles konnten wir ohne neue Schulden bewerkstelligen, ja, wir haben auch kräftig Schulden abgebaut.

Als 2008 und 2009 die globale Finanzkrise in die Haushalte vieler Kommunen tiefe Löcher gerissen hat, sind wir, dank unserer sparsamen Finanzpolitik der Vergangenheit mit einem blauen Auge davon gekommen. Auch für die aktuelle Krise, mit zu erwartenden Einnahmeausfällen in Millionenhöhe, sind wir dank der konsequenten Schuldenrückführung der vergangenen Jahre, gut gerüstet.

In den letzten 21 Jahren haben wir erreicht, dass trotz erheblicher behördlicher Bedenken, das Gewerbegebiet in Burladingen zweimal erweitert werden und auch in Melchingen ein neues Gewerbegebiet geschaffen werden konnte. Dadurch wurde es erfolgreichen Betrieben möglich, sich dort niederzulassen. Arbeitsplätze wurden dadurch geschaffen oder gesichert, darüber hinaus profitiert die Stadt von erheblichen Gewerbesteuereinnahmen. Dazuhin haben wir im vergangenen Jahr Vorranggebiete für Windkraftanlagen ausgewiesen. Man kann trefflich streiten, ob das nun richtig oder falsch war. Wenn sich jedoch dereinst die Rotorflügel drehen, dann wird unsere Stadt durch jährliche Pachteinnahmen von 500.000 bis einer Million Euro profitieren. Für eine struktur- und einnahmeschwache ländliche Gemeinde ist das eine nicht zu unterschätzende Finanzierungsquelle. Auch wenn die Burladinger Baulandpreise rege in der Bevölkerung diskutiert werden, so liegen wir immer noch am unteren Ende im Städtevergleich und bieten vor allem jungen Familien eine kostengünstige Möglichkeit, ein Eigenheim zu schaffen.

Auch die Kinderbetreuungsmöglichkeiten in einer unserer zahlreichen Kindertagesstätten kommen jungen Familien entgegen. Nicht viele Kommunen unserer Größe bieten solch individuell buchbare Betreuungszeiten, wie wir dies anbieten.

Für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung, ein Problem für viele Gemeinden im ländlichen Raum und ein Projekt, andem wir über sechs Jahre gearbeitet haben, haben wir das uns Möglichste beigetragen. Gerne hätte ich persönlich ein anderes Ergebnis erreicht. Man muss jedoch bei solchen Projekten schon auch sehen, dass eine Landgemeinde wie Burladingen nicht die attraktivsten Bedingungen für Investoren bietet. Von daher muss man mit dem Erreichten zufrieden sein.
Die Neugestaltung des Areals um die Rathäuser mit dem neuen städtischen Markt- und Rathausplatz bietet die Chance, in Zukunft eine echte Stadtmitte in Burladingen herauszubilden und dem Straßendorf-Charakter entgegen zu wirken. Eine Aufgabe gleichwohl, die noch viele Jahre in Anspruch nehmen wird. Aber es ist machbar.

Die letzten Jahre waren kommunalpolitisch insbesondere durch Streit geprägt, was unserer Stadt sehr geschadet hat. Seit ich öffentlich gemacht habe, dass ich nicht ein Anhänger einer der Altparteien bin und Teile des Gemeinderates für ihren Besuch des Asylanteninternats in Hechingen kritisiert habe, ist ein produktives Arbeiten im Gemeinderat nicht mehr
möglich. Dabei war es nur eine kleine Gruppe von Störenfrieden im Gremium und das alles wäre auch nicht weiter schlimm, gibt es doch in vielen kommunalen Gremien solche Mitglieder. So etwas ist grundsätzlich für einen Bürgermeister durchaus händelbar, wenn nicht auch noch die Presse, insbesondere die Lokalpresse, hierbei eine unrühmliche Rolle spielen würde.
Die Berichterstattung gegen den missliebigen Bürgermeister war teils so abstrus, wahrheitswidrig und vom unbedingten Willen zur Rufschädigung getragen, dass man mit Fug und Recht davon sprechen kann, dass mit dem hohen Gut der Pressefreiheit im wahrsten Sinne des Wortes Schindluder getrieben worden ist. Dabei entschuldigt auch nicht, dass für Presseorgane auf dem Lande kein qualifiziertes Personal zu finden ist und deshalb angelernte Kräfte beschäftigt werden müssen. Denn dann wären die Zeitungen in der Pflicht, eine Kontrollinstanz vorzuschalten.
Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger haben das erkannt und entsprechend Konsequenzen gezogen.

Liebe Burladingerinnen und Burladinger, mir ist es ein Bedürfnis, am Ende meiner Amtszeit all Jenen Dank zu sagen, die sich in den ganzen Jahren zum Wohle der Stadt, meist ehrenamtlich eingesetzt haben. Eine Gemeinde auf dem Lande lebt vom Engagement ihrer Mitbürger. Deshalb gilt mein herzlicher Dank vor allem den Vereinsfunktionären, den Ortsvorstehern mit ihren Ortschaftsräten und den vielen Freiwilligen der Feuerwehrabteilungen, ob aktiv oder in der Altersabteilung bzw. in der Jugendfeuerwehr, die viele Stunden an Freizeit zum Wohle der Stadt investieren.

Mein Dank gilt auch den Unternehmen unserer Stadt, den Behörden, den Mitarbeitern der Forstverwaltung, der Polizei und dem örtlichen DRK für die gute Zusammenarbeit. Ich wünsche Ihnen allen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger für Ihre Zukunft alles Gute.

Bleiben Sie gesund.

Ihr

Harry Ebert

 
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