Im Bereich des bereits im Jahr 772 genannten Burichingagaues, aus dem sich später die Grafschaft Gammertingen entwickelte, liegt die Gemeinde Hörschwag.
Der Name Hörschwag, früher Herschwag, hat folgende Bedeutung: wag = Gumpen (Wassertümpel), Heros (Held) wahrscheinlich der erste Siedler. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Albgemeinde im Jahr 1304.
Mit Auflösung der Grafschaft Gammertingen kommt der Ort an die Herren von Ransberg und von diesen an die Pfalzgrafen von Tübingen.
Im 13. Jahrhundert wird der Ort vorübergehend hohenbergisch und gelangt dann an Württemberg.
Im 14. Jahrhundert befindet sich Hörschwag größtenteils im Besitz der Herren von Hölnstein.
Im Jahre 1304 erhält das Kloster Kirchberg Besitzung in Hörschwag von dem Ritter Anselm von Hölnstein als Geschenk. Gegen Ende des Jahrhunderts gehen die Besitzrechte von Hörschwag an Claus Angelter, Bürger und Patrizier zu Reut-lingen sowie an das Kloster Mariaberg über.
1473 kaufte Graf Jos. Niklas zu Hechingen den größten Teil des Dorfes. Die letzten fürstenbergischen Rechte gehen 1584 an Hohenzollern-Hechingen über. Hörschwag gehört also seit 1584 ganz zum Fürstentum Hechingen.
Seit der Verwaltungsreform in den 1970ern ist Hörschwag Teil der Stadt Burladingen.


Stadt Burladingen beteiligt sich am Aktionstag „Kommunen am Limit“
icon.crdate19.06.2026
Stadt Burladingen beteiligt sich am Aktionstag „Kommunen am Limit“
Stadt Burladingen beteiligt sich am Aktionstag „Kommunen am Limit“
Die Stadt Burladingen beteiligt sich am Montag, 22. Juni 2026, am landesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“, der vom Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Gemeindetag Baden-Württemberg, dem Städtetag Baden-Württemberg und dem Landkreistag Baden-Württemberg initiiert wurde. Mit der Aktion machen diese kommunalen Spitzenverbände zusammen mit Städten, Gemeinden und Landkreisen auf die zunehmend angespannte finanzielle Lage der kommunalen Haushalte landesweit aufmerksam.
Auch die Stadt Burladingen steht vor großen finanziellen Herausforderungen. Steigende Ausgaben, wachsende gesetzliche Anforderungen und immer neue Aufgaben belasten die kommunalen Haushalte erheblich. Gleichzeitig fehlt häufig die notwendige finanzielle Ausstattung, um diese Aufgaben dauerhaft und in der gewohnten Qualität erfüllen zu können. Kommunen übernehmen wichtige Aufgaben direkt vor Ort: Sie sorgen für Kinderbetreuung und Schulen, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz, soziale Angebote, die Unterhaltung von Straßen und Infrastruktur sowie zahlreiche weitere Leistungen, die das tägliche Leben aller Mitbürgerinnen und Mitbürger prägen. Doch die finanziellen Spielräume werden immer kleiner.
Mit ihrer Beteiligung am Aktionstag möchte die Stadt Burladingen gemeinsam mit anderen Kommunen im Zollernalbkreis und im Land ein deutliches Signal an Bund und Land senden: So kann es nicht weitergehen. Die kommunale Ebene benötigt eine verlässliche und nachhaltige Finanzierung, damit sie ihre Aufgaben auch künftig erfüllen und notwendige Investitionen für die Zukunft tätigen kann. Um auf diese Entwicklung aufmerksam zu machen, beteiligt sich die Stadt Burladingen mit einem Beitrag in den sozialen Medien sowie mit Hinweisen zum Aktionstag in einigen städtischen Einrichtungen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Herausforderungen zu schärfen, vor denen die Kommunen aktuell stehen.
Bürgermeister Davide Licht betont: „Die Städte und Gemeinden sind das Fundament unseres Gemeinwesens. Wenn die finanziellen Belastungen weiter steigen und die Handlungsspielräume gleichzeitig schrumpfen, geraten wichtige Leistungen vor Ort zunehmend unter Druck. Mit unserer Teilnahme am Aktionstag machen wir deutlich, dass die Kommunen an ihre Grenzen stoßen und dringend konstant bessere Rahmenbedingungen benötigen.“
Der Aktionstag soll nicht nur auf die schwierige Haushaltslage aufmerksam machen, sondern auch eine grundlegende Diskussion über die Zukunft kommunaler Aufgaben und deren Finanzierung, mit dem Ziel klarer Ergebnisse, anstoßen. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit der Städte und Gemeinden langfristig zu sichern und die kommunale Selbstverwaltung zu stärken.
